01.08.2008 16:14
WIe im Bestatterweblog zu lesen ist, können Eltern, speziell aber Mütter, eine besondere Art von Liebe entwickeln, die einem als Kind derselben das Leben zur Hölle werden lässt. Speziell der dort geschilderte Fall des 17-jährigen Nachwuchs-Goths, deren Mutter unbedingt zum Vorstellunggespräch mitgehen und permanent irgendwelche (für das Mädel garantiert zu 100% peinliche) Kommentare abgeben musste, dass ja ihre Tochter sonst "nicht so sei" und "blafassel..meineGütebinichFrauStockImArschMrsSuperBigott".
Dazu fällt mir auch folgendes ein: Einige Jahre ist es her - aber doch noch gar nicht mal so lang - da hatte ich ähnliche peinliche Aktionen und Bemerkungen seitens meiner Mutter zu ertragen. Mal ein paar Beispiele:
- "... irgendwie erinnert mich deine Frisur an die Nazis" - ich trug damals einen Irokesenschnitt (*gnarf*)
- "Das erste, worauf die Leute bei einem Bewerbungsgespräch schauen, sind deine Fingernägel" - vor 6-7 Jahren habe ich sie mir tatsächlich noch schwarz lackiert und lies sie länger als "Norm" wachsen. Irgendwann musste ich aber feststellen, dass meine Fingernägel derbest schnell abbrachen bzw. einrissen, worauf ichs dann erstmal gelassen habe mit dem Anpinseln. Fazit: Dieser Tage sind sie stark und kräftig wie eh und je.
- "mein Sohn ist heute als Jesus unterwegs" - ein Kommentar zu Weihnachten 2007. Ich hatte meine Jahre offen getragen. Was für ein entsetzlicher Frevel! };->
Inzwischen hat sie sich deutlich gebessert. Dennoch gibt es ab und an Kommentare oder Aktionen ihrerseits - da könnte ich sie ungespitzt in den Boden rammen oder ihr einen schnellen, schmerzhaften Tod wünschen.
Warum sie sich wohl so verhalten hat bzw. so verhalten muss? Vielleicht, weil sie unbedingt irgendwas nachholen muss, so in Sachen "Über-Mutter", weil sie das ja irgendwie nicht auf die Reihe bekommen hat .. keine Ahnung. Peinlich wars und ist es, beschämend und erniedrigend. Für solche Verhaltensweisen hab ich genau null Verständnis.
.. einer der Hauptgründe, warum ich möglichst den Kontakt mit ihr vermeide. Inzwischen vielleicht auch nicht mehr so krass wie früher, aber dennoch: ein Wochenende ist völlig ausreichend.
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